Auf verschlungenen Informationspfaden

Von den amerikanischen Fox News bis zur österreichischen Kronen Zeitung, vom etwas angestaubten Diskussionsforum bis zum hippen Tik-Tok Video: nur was in den Medien vertreten ist, hat in unserer Wahrnehmung auch wirklich stattgefunden. Das gibt den (Massen-)Medien enorme Macht, und mit dieser Macht kommen wichtige Funktionen, die Medien für unsere Demokratie ausüben.
Nur: Klappt das uneingeschränkt so wie es soll? Oder stecken wir auch in dieser Hinsicht mitten in der Krise? Im klassischen Mediensektor wirkt zum Beispiel die Digitalisierung nach: Seit den 1990ern verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen für JournalistInnen kontinuiertlich, redaktionelle Inhalte verkommen zu “Content”. Das bedeutet weniger Zeit, weniger Sorgfalt, weniger Qualität für Nachrichten – wirtschaftlicher Druck diktiert verlegerische Entscheidungen. Und online, in den so genannten neuen Medien? Dort verschwimmt die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit: Was ist Fakt, und was nicht? Welche Themen sind wirklich relevant, und welche nicht?
Wir springen mitten rein in die Filterbubble und tauchen mit ein paar Erkenntnissen zum Thema Medien wieder auf.

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Geld gegen Meinung?

Lobbyisten, so die landläufige Meinung, stehen mit Sporttaschen voller Geld vor den Türen der Mächtigen. Dass es ganz so nicht sein kann, bringt uns Peter Hilpold im Interview näher. Er ist von Beruf Lobbyist, bewegt sich als mitten in der “EU-Bubble” – er vertritt für die Österreichische Bundearbeitskammer in Brüssel die Interessen der europäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

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Wenn wählen wurscht wär…

Wie gelangt die Meinung “der Allgemeinheit”, der “Mehrheit” eigentlich ans Ohr des Politikers, der Politikerin? Wie weiß eine Partei, welche Themen uns gerade bewegen und wie wir ein bestimmtes Thema gern entschieden hätten? Wie können wir den Willen “der Bevölkerung” kundtun, wie können wir ihn mit gestalten, wie schaffen wir es, dass dieser Wille von PolitikerInnen repräsentiert wird? Eines ist klar: das Kreuzerl am Stimmzettel allein reicht nicht, wählen gehen macht noch keine Demokratie. Wenn wir nicht unsere Meinung kundtun, im Internet, auf Demos, am Stammtisch oder einfach im Gespräch mit Freunden, wenn wir es nicht schaffen, über die Themen, die uns bewegen, auch zu sprechen, dann… ja dann wär wählen gehn eigentlich eh schon wurscht.

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Totgesagte sterben länger

Noch in den 1970ern und 80ern stimmten über 90 Prozent der Bevölkerung in Österreich und Deutschland mit der Politik der jeweils zwei größten Parteien überein. Heute haben die damaligen “Platzhirsche” ihre Vormachtstellung zum großen Teil verloren – wenn sich gemeinsam 50 Prozent ausgehen, dann ist das schon ein Erfolg. Sind Volksparteien also in der Krise – oder sterben sie gar? Wie dramatisch ist das für unser politisches System? Warum sterben die “Volksparteien” – und was kommt danach?

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